SARA PFROMMER
*1980 in Mutlangen
Fachklasse 2006 - 2008
Meisterschülerin 2008 - 2010
Email senden

 


Shot, 2009, Video, Dauer: 3 min, Loop

Zu Beginn des Videos herrscht völlige Dunkelheit. Nur ein gleichmäßig wiederkehrender Ton ist zu hören, wie das Schlagen eines Gongs. Dann erscheine ich in einem Lichtkegel, der Rhythmus des Tons wird schneller. Der Lichtkegel verschwindet und ein Donnergrollen ist zu hören. In das Grollen hinein beginnt sich langsam die Gestalt einer Person abzuzeichnen. Das Bild wird hellweiß, die Person ist nur schemenhaft erkennbar, dann verschwin­det das Bild wieder in Schwärze.

 

 


Where are we now?, 2009, Video, Dauer: 7:44 min, Loop

Was passiert, wenn man ohne Pause immer wieder ein und denselben Satz ausspricht? Das wollte ich herausfinden und benutzte dafür zwei Kameras, die mich von je einer Seite aufnahmen. Langsam beginnt der Satz sich zu verändern, es kommt zu Überlagerungen, und neue, ähnlich
klingende Sätze, die eine andere Bedeutung haben, entstehen. Durch eine minimale zeitliche Verschiebung bei der Montage erzeugt einen Echoeffekt. Der Sprechgesang, der entsteht, wirkt beschwörend. Das Läuten von Kirchturmglocken kommt in den Sinn. Hin und wieder scheint es, als würden beide Stimmen miteinander verschmelzen, und es fällt schwer, sie zuzuordnen. Der Ausdruck der Orientierungslosigkeit wird durch die schwingende Bewegung noch verstärkt.

 

 


Finnland 2,3, 2009, 100 x 150 cm, Ink-Print

Grundlage dieser Arbeiten sind Fotografien von größtenteils unbegehbaren Moorlandschaften. Die Aufnahmen sind während meines Aufenthalts in Finnland entstanden. Mit Hilfe eines scharfen
Gegenstands kratzte ich Spuren in die Oberfläche der Fotografien. Auch hier geht es um die Enttarnung einer Illusion von Realität. Durch das Einkratzen der Fotografien wird die Fremdheit und Distanz der Landschaften noch hervorgehoben.

 

 


Morgendämmerung_10Okt08, Ovara, Lappland, Video, Dauer: 18:22 min.

 

 


Langer Stift, 2009, Video, Dauer: 3:04 min, Loop

Zwei zeitgleich entstandene Aufnahmen sind nebeneinander montiert. Im rechten Ausschnitt sieht man mich an einem Tisch sitzend und schreibend. Der Stift, mit dem ich schreibe, ist so lang, dass er – wegen der Materialbeschaffenheit einen Bogen bildend – aus dem Bild ragt. Ich scheine versunken in meinen Text zu sein und halte hin und wieder beim Schreiben inne, um nachzudenken. Gleichzeitig bewegt sich das Stiftende im zweiten Bildausschnitt wie von selbst über die Fußbodenfläche. Es ist, als würde der Stift ein Eigenleben führen und das von mir Erdachte an anderer Stelle in einer eigenen Sprache wiedergeben.

 

 

x

x

x

x
Diplom, 2008

 

 

 


Zimmerbrunnen, 2007, Video, Dauer: 5 min, Loop

Ein Wasserstrahl läuft in meinen Mund und über Wange und Ohr wieder heraus.
Ich liege auf dem Rücken, dem Wasserstrahl ausgesetzt, lasse es einfach geschehen.

 

 

x
Papier, geklebt, 2007, Papier, geklebt, 210 x 140 x 120 cm


 

 

x

x

x
Kuvert, 2006, Video, Dauer: 12:42 min.

Langsam, so langsam es mir möglich ist, klebe ich ein Briefkuvert zu. Ich lege es weg, um ein neues zu nehmen, von einem Stapel auf den anderen. Diese Handlung ist über zehn Minuten lang.